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Dominik Kapahnke | Tonstudio | Audio Postproduktion Köln

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Royalty-Free vs. GEMA-Frei

  • Autorenbild: Dominik Kapahnke
    Dominik Kapahnke
  • 22. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Kreative, darunter Hörbuchverlage, Videoproduzenten, Marketingagenturen und Podcaster, nutzen Plattformen wie Artlist, Soundstripe oder Adobe Stock, um Musik für ihre Projekte zu finden. Dabei begegnet man häufig dem Begriff Royalty-Free. Viele gehen davon aus, dass dieser Begriff bedeutet, dass keine weiteren Kosten oder Formalitäten anfallen.


Was bedeutet „Royalty-Free“ wirklich?


Der Begriff „Royalty-Free“ bezieht sich in der Musikbranche meist auf die sogenannten Sync-Rechte. Das bedeutet, du kaufst die Erlaubnis, einen Musiktitel unter dein Video, deinen Podcast oder dein Hörbuch zu legen. Im Gegensatz zu klassischen Lizenzmodellen zahlst du keine zusätzlichen Lizenzgebühren (Royalties) pro Nutzung, Video oder View an den Plattformbetreiber.


Das klingt zunächst sehr attraktiv, denn man zahlt einmal und kann die Musik vielfach verwenden. Doch hier endet die Klarheit oft schon.


Warum Royalty-Free nicht automatisch GEMA-frei bedeutet


Der entscheidende Punkt ist: Royalty-Free bedeutet nicht, dass der Komponist oder Musiker nicht Mitglied einer Verwertungsgesellschaft wie der GEMA ist. Die GEMA vertritt die Rechte von Komponisten, Textautoren und Musikverlegern in Deutschland und sorgt dafür, dass diese für die Nutzung ihrer Werke bezahlt werden.


Wenn du also Musik nutzt, deren Urheber bei der GEMA angemeldet sind, musst du die Nutzung bei der GEMA anmelden und gegebenenfalls Gebühren zahlen. Das gilt auch, wenn du die Musik über eine Royalty-Free-Plattform gekauft hast.



Warum ist es so schwer, GEMA-freie Musik zu erkennen?


Bei einigen großen Plattformen ist es schwer herauszufinden ob ein Track komplett frei von Verwertungsgesellschaften (englisch: Performing Rights Organizations, kurz P.R.O.s) ist.


Die Plattformen verkaufen dann oft die Sync-Rechte, nicht aber die Rechte, die die Verwertungsgesellschaften vertreten. Das führt zu Verwirrung und Unsicherheit bei den Nutzern.


Wie kannst du sicherstellen, dass du wirklich GEMA-freie Musik nutzt?


  1. Prüfe die Angaben auf der Plattform genau. Manche Anbieter kennzeichnen Tracks, die komplett frei von Verwertungsgesellschaften sind. Wenn keine klare Angabe vorhanden ist, frage beim Support nach.


  2. Nutze spezialisierte GEMA-freie Musikbibliotheken. Es gibt Plattformen, die ausschließlich Musik anbieten, deren Urheber nicht bei Verwertungsgesellschaften angemeldet sind.


  3. Konsultiere Experten oder Podcasts zum Thema. Patrick Niesler erklärt in seinem Podcast „Musik im Hintergrund“ sehr fundiert, wie Produktionsmusik funktioniert und räumt mit vielen Mythen auf.



(Basierend auf einem LinkedIn-Post von Dominik Kapahnke. Mit KI-Unterstützung für das Blog-Format optimiert.)


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