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Dominik Kapahnke | Tonstudio | Audio Postproduktion Köln

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Warum klingt dein Podcast leiser als die Konkurrenz?

  • Autorenbild: Dominik Kapahnke
    Dominik Kapahnke
  • 27. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Du hast dir schon mal gedacht, warum dein Podcast im Vergleich zu anderen so leise klingt? Du bist nicht allein. Viele Podcaster stehen vor genau diesem Problem, obwohl sie viel Zeit in ihre Podcastaufnahme und Podcastproduktion investieren. Die Ursache liegt oft auch daran, bei welchem Anbieter du dein File hochlädst.



Warum ist die Lautheit deines Podcasts so wichtig?


Die Lautheit deines Podcasts bestimmt, wie laut oder leise deine Folge im Vergleich zu anderen Podcasts klingt. Wenn dein Podcast zu leise ist, müssen Hörer*innen die Lautstärke stark erhöhen, was vermieden werden sollte, da es einen unprofessionellen Eindruck hinterlässt. Teilweise sind Podcasts auch so leise, dass man sie auf dem Kopfhörer gar nicht laut genug bekommt.


Podcast Lautheit wird in LUFS gemessen (Loudness Units relative to Full Scale). Für Podcasts empfehlen sich Werte zwischen -14 und -16 LUFS. Das ist ein guter Kompromiss zwischen angenehmer Lautstärke und genügend Dynamik. Die EBU empfiehlt -16, das wäre auch mein Tipp.



Was passiert bei der Podcastaufnahme und Produktion?


Beim Podcast selbst aufnehmen und bearbeiten entstehen oft laute Spitzen, zum Beispiel durch Lachen, plötzliche Rufe oder Soundeffekte. Diese Spitzen nennt man hohen Crest-Faktor. Sie sind wichtig für die Lebendigkeit, können aber die "durchschnittliche Lautheit" senken.


Wenn du deine Folge nicht richtig bearbeitest, bleibt die durchschnittliche Lautheit zu niedrig, obwohl einzelne Momente sehr laut sind. Viele Podcast-Apps und Player versuchen, alle Podcasts auf ein ähnliches Lautstärke-Niveau zu bringen. Das nennt man Loudness Normalization. Deine geringe Lautheit und die Spitzen sorgen aber dafür, dass Podcast-Apps beim Abspielen deinen Podcast nicht automatisch auf das Lautstärke-Niveau anderer Podcasts anheben können. Die lauten "Spitzen" würden sonst "durch die Decke stoßen" und verzerren. Das nennt man Clipping. Also bleibt er leise.




Wie beeinflusst der Hosting-Service die Lautheit?


Nicht alle Podcast-Hosting-Dienste behandeln die Lautheit deiner Datei gleich. Es gibt zwei Arten von Hostern:


  • Hoster, die deine Datei beim Upload automatisch anpassen

Diese Dienste „reparieren“ die Lautheit für dich. Sie normalisieren die Lautstärke und senken Spitzen ab, damit dein Podcast auf allen Plattformen gleich laut klingt.


  • Hoster, die deine Datei unverändert weiterreichen

Diese Dienste laden deine Datei so hoch, wie du sie eingereicht hast. Hier bist du selbst verantwortlich, dass die Lautheit stimmt.


Was kannst du tun, damit dein Podcast lauter klingt?


1. Prüfe deinen Podcast auf Lautheit und Spitzen


Nutze Tools, um die durchschnittliche Lautheit deiner Datei zu messen. Ziel ist eine Lautheit zwischen -16 und -14 LUFS.


2. Bearbeite deine Datei vor dem Upload


  • Automatisiere die Lautstärke mit Kompression und Limiting, um laute Spitzen abzuflachen.

  • So wirkt dein Podcast insgesamt lauter und klarer.


3. Wähle den richtigen Hosting-Service


Wenn dein Hoster keine Lautheitsanpassung macht (rote Markierung in meiner Grafik), solltest du deine Datei unbedingt selbst anpassen. Bei grünen Hostern kannst du der Automatik vertrauen, solltest aber stichprobenartig prüfen, ob der Sound nicht „pumpt“ oder unnatürlich klingt.


4. Teste deinen Podcast auf verschiedenen Geräten


Webplayer, Sonos-Boxen oder Autoradios verhalten sich oft anders als Podcast-Apps. Teste deine Folge auf mehreren Geräten, um sicherzugehen, dass die Lautheit überall passt.



Zusammenfassung und nächster Schritt


Dein Podcast klingt leiser als andere, weil die durchschnittliche Lautheit zu niedrig ist und laute Spitzen die automatische Lautstärkeanpassung verhindern. Viele Hosting-Dienste helfen dir dabei, manche nicht. Deshalb solltest du deine Datei vor dem Upload selbst auf -16 bis -14 LUFS bringen und Spitzen mit Kompression oder Limiting absenken.



Nimm dir Zeit für die Nachbearbeitung deiner Podcastaufnahme und prüfe die Lautheit bei jeder Folge! So hebst du deine Podcastproduktion auf ein neues Level und deine Hörer*innen werden den Unterschied hören. (Basierend auf einem LinkedIn-Post von Dominik Kapahnke. Mit KI-Unterstützung für das Blog-Format optimiert.)



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